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Ein in verschiedenen Kulturräumen
sowohl in ikonographischer als auch literarischer Bearbeitung vorkommendes
Motiv ist das einer Gottheiten- oder Heroengestalt, die ein schlangenartiges
Monsterwesen bekämpft und oft auch besiegt. Die Dissertation analysiert
und vergleicht Ausformungen dieses Motivs auf Bild- und Textträgern
anhand ausgewählter Beispiele aus dem mesopotamischen und griechisch-römischen
Kulturraum. Dabei wird von der Hypothese ausgegangen, dass Bild und
Text, auch wenn sie parallele Motive zeigen, religiöse Botschaften
auf eine je eigene Art und mit einer je spezifischen Funktion kodieren.
Ziel der Arbeit ist ein religionswissenschaftlicher Vergleich zwischen
den ausgewählten ikonographischen und literarischen "Schlangenkampf"-Beispielen
und zwar sowohl kulturintern als auch kulturübergreifend mit Blick
auf die Diskussion über Kulturkontakte und Diffusionstheorien zwischen
dem Alten Orient und Griechenland. Um diese Vergleichbarkeit zwischen
zwei unterschiedlichen Kodierungsformen religiöser Botschaft und
zwei verschiedenen Kulturräumen zu ermöglichen, wird die Analyse
der ikonographischen und literarischen Beispiele in möglichst parallelen
Schritten vollzogen. In einem ersten Schritt erfolgt eine Einbettung
der ausgewählten Quellen in ihren historischen Kontext. Im Anschluss
daran wird die Frage nach dem Bedeutungsspektrum (semantische Dimension),
nach Formen, Strukturen und Anordnungsregeln der Motive (syntaktische
Dimension) und nach der Funktion und dem Verwendungszusammenhang der
ausgewählten Quellen (pragmatische Dimension) gestellt. 2010 erschienen beim TVZ Verlag, Zürich, ISBN 978-3-290-17544-3.
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