Praktikum von Urs Schellenberg am Hope Project in Delhi

Drei Monate arbeitete ich in Delhi im „Hope Project“ mit. Meine Aufgabe war es, zusammen mit den Verantwortlichen einen Lehrplan für einen Religionsunterricht auszuarbeiten. Dabei sollte es kein eigenes Fach werden, sondern wir wollten Wege finden, dieses Thema in den bestehenden Unterricht des Faches „Social Science“ einzuflechten.

Die Kultur- und Geschichtslektionen sollten mit Informationen über die verschiedenen Religionen der Welt angereichtert werden, wobei auch der seit Jahrzehnten wütende Bürgerkrieg zwischen Hindus und Muslimen eine wichtige Rolle spielte. Den Schwerpunkt des Unterrichts legten wir daher auf die Themen „Toleranz“ und gegenseitige „Akzeptanz“. Auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Religionen sollten den Kindern vermittelt werden.
Bei meinen Recherchen und für die Orientierung im kulturellen und religiösen Kontext von Delhi konnte ich das Wissen aus dem Studium anwenden. Aber auch Kompetenzen wie das wertfreie Sprechen über Religion half mir sehr im Gespräch mit den am Projekt beteiligten Personen und beim Ausarbeiten eines religionskundlichen Lehrplans. Heute zeigt sich, dass es auch schon eine Vorbereitung auf meine jetzige Berufstätigkeit an der Pädagogischen Hochschule war.