Jerusalem

Brennpunkt der Religionsgeschichte und Theologie in Judentum, Christentum und Islam

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Wann? 20. Juni bis 3. Juli 2011

Wo? Jerusalem und Umgebung

Wer?   Studierende und Doktorierende der Religionswissenschaft und Theologie unter der Leitung der Professoren Konrad Schmid, Thomas Krüger, Christoph Uehlinger und Jörg Frey

Seit Jahrtausenden ist Jerusalem ein Brennpunkt religiösen Lebens.

Auf engstem urbanem Raum leben Anhängerinnen und Anhänger von Judentum, Christentum und Islam zusammen. Während Juden an der Westwand der Tempelplattform, der sogenannten Klagemauer beten, ist der Prophet Mohammed gemäss muslimischer Tradition genau vom Platz darüber mit seinem Pferd in den Himmel geritten. Und nicht weit davon entfernt steht die christliche Grabeskirche, an der Stelle, an der Jesus bestattet und auferstanden sein soll.

Diese Koexistenz der Religionen konnten wir auf unserer Studienreise hautnah miterleben. Bereits um drei Uhr morgens weckte uns der erste Ruf des Muezzins, vor der Klagemauer beobachteten wir eine jüdisch-orthodoxe Bar Mitzva und christliche Pilger aus aller Welt drängten sich auf den Strassen. Aber auch mit der angespannten politischen Lage Jerusalems machten wir Bekanntschaft, da ein Umgehen der unzähligen Sicherheits-Checkpoints unmöglich war.

Dieses Mit- und Gegeneinander konnten wir einerseits in Gesprächen mit ArchäologInnen, BibelwissenschaftlerInnen und ReligionsvertreterInnen erfahren und andererseits auch am eigenen Leib erleben: Der Felsendom und die al-Aqsa-Moschee wurden gerade restauriert und waren ausschliesslich für Musliminnen und Muslime zugänglich. Doch dank dem islamischen Waqf, der für die Moschee verantwortlichen Behörde und ihrem Entgegenkommen wurde uns der Besuch schliesslich doch gewährt. In den Tagen, in denen wir auf die Besuchserlaubnis warten mussten, wurde uns die Brisanz der politischen Lage in Jerusalem nochmals bewusster, da wir plötzlich von ihr abhängig waren.

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