Schweiz

Religiöse Zentren und SpezialistInnen in der Schweiz - Seminar und Studienreise

Wann? Vorbereitungsseminar im Frühlingssemester 2017; Durchführung der Studienreise vom 25. – 30. Juni 2017
Wer? An der Studienreise nahmen 15 Studentinnen der Religionswissenschaft teil. Die Reise wurde von Prof. Dr. Dorothea Lüddeckens und Hélène Coste organisiert.

Hinduistischer Tempel Adliswil

"Warum in die Ferne schweifen …?"
Auch in der Schweiz finden sich Kultplätze von Kräuterhexen, esoterische Kraftorte, exotische Heiligtümer in Höhlen und Industriegebieten. Statt nach Asien, Amerika oder Afrika reisten wir nach Graubünden, Solothurn und Waadt. Reisen im eigenen Land kann ebenso befremdliche, wie spannende Begegnungen mit sich bringen - wir haben Orte kennengelernt, die auf keiner Tourismuskarte zu finden sind und mit religiösen Spezialist*innen gesprochen, die nur selten in Lehrbüchern vorkommen. "Offizielle" religiöse Orte, wie das Goetheanum in Dornach, der hinduistische Tempel in Adliswil, eine Moschee in Lausanne, veränderten sich in unserem Blick durch die Möglichkeiten mit Menschen zu sprechen, die diesen Orten verbunden sind. Chancen, Konflikte, auch kritische Töne wurden deutlich.
In der theoretischen Reflexion konzentrierten wir uns auf die Struktur der jeweiligen "Orte" und die Frage was sie als "religiös" kennzeichnet. Die methodische Reflexion hatte ihren Schwerpunkt vor allem in Fragen der Feldforschung. Wie geht man mit den Erwartungen religiöser Spezialist*innen um? Nimmt man am Ritual teil, lässt man sich auf die "spirituelle Reise" bei der Übernachtung unter freiem Himmel (im Regen) ein, thematisiert man Widersprüche?
Und: Probiert man Löwenzahnschnaps und Kekse aus Sägemehl?