Martin Bürgin

Martin Bürgin, lic. phil.

Doktorand

Lehrbeauftragter

Tel.: +41 44 634 09 33

Anschrift: Religionswissenschaftliches Seminar, Kantonsschulstrasse 1, 8001 Zürich

Raumbezeichnung: KAA-G-10

martin.buergin[at]uzh.ch

Biographisches

Martin Bürgin studierte Allgemeine Geschichte, Religionswissenschaft und Politikwissenschaft an der Universität Zürich und am Center for Security Studies an der ETH Zürich von 2005-2013. Im Rahmen eines Erasmus-Stipendiums studierte er 2008-2009 Allgemeine Geschichte, Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte und Sozialwissenschaft (Politikwissenschaft) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Mai 2013 graduierte er mit einem Lizentiat der Philosophischen Fakultät an der Universität Zürich. Im November 2014 erhielt er ein Certificate of Advanced Studies (CAS) in Krisenkommunikation am Institut für Angewandte Medienwissenschaft (IAM) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Von Februar 2014 bis August 2016 absolvierte er das Teaching Skills Programm der Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik an der Universität Zürich. Anschliessend daran nahm er teil am CAS Hochschuldidaktik Programm der Universität Zürich, welches er im September 2017 abschloss.

Von 2005-2009 übernahm er regelmässig Aufträge als wissenschaftlicher Archivar in den Bereichen Transkription, Erschliessung und Systematisierung im Auftrag der Docuteam GmbH, Baden-Dättwil. Von 2007-2012 versah er diverse Tutoratsstellen am Historischen Seminar der Universität Zürich bei Rudolf Jaun, Jakob Tanner, Philipp Sarasin, Marianne Sommer, Annerose Menninger, Heinz Hauser und Lorena Rizzo. 2009 hatte er eine Forschungsassistenz an der Dozentur für Militärgeschichte an der Militärakademie der ETH Zürich inne (Hochschulpraktikum des Bundes). Im Herbstsemester 2013 arbeitete er als Assistenzvertretung am Lehrstuhl für Allgemeine Religionsgeschichte und Religionswissenschaft am Religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Zürich. Von Mai 2013 bis Mai 2017 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte des Altkatholizismus und Allgemeine Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Bern im Rahmen des SNF-Projekts Edition Herzog-Reinkens. Während des akademischen Jahrs 2015/2016 war er Fellow des Leo Baeck Institutes in London und Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Von Januar bis September 2017 leitete er zusammen mit Christoph Uehlinger ein Projekt im Bereich «Forschendes Lernen», finanziert durch den Lehrkredit der Universität Zürich. Seit September 2013 ist er Lehrbeauftragter des Religionswissenschaftlichen Seminars der Universität Zürich. Zusammen mit Philipp Hetmanczyk gründete er die überfakultäre GRC Peer Group for Religion and Politics an der Universität Zürich, die seit Januar 2017 Workshops und Vorträge durchführt. Im Rahmen des an der Universität Basel angesiedelten Projekts «Jüdischer Kulturraum Aargau» arbeitet er an einer Alltagsgeschichte des ländlichen Judentums während der frühen Neuzeit. Für das Kulturlokal Royal Baden programmiert und moderiert er den Filmzyklus «royalscandalcinema» zur Geschichte des cineastischen Skandals.

Martin Bürgin schreibt an einer Dissertation zum sogenannten Zwetschgenkrieg, einem antijüdischen Pogrom, das sich am 21. September 1802 in Endingen und Lengnau ereignete. Die Doktorarbeit wird oder wurde unterstützt durch den Forschungskredit der Universität Zürich, die Studienstiftung des deutschen Volkes und den Schweizerischen Nationalfonds. Seine Promotionskommission setzt sich zusammen aus Christoph Uehlinger (Religionswissenschaft, Zürich), Jacques Picard (Jüdische Geschichte und Kulturanthropologie, Basel) und Jakob Tanner (Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Zürich).

Seit Dezember 2014 amtet er als Delegierter des Mittelbaus der Theologischen Fakultät im Vorstand der Vereinigung akademischer Mittelbau der Universität Zürich (VAUZ). Von März 2015 bis März 2017 vertrat er die Interessen des Mittelbaus an der Fakultätsversammlung der Theologischen Fakultät. Im September 2016 wurde er in den akademischen Senat der Universität Zürich gewählt.

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

  • Religiöse Erinnerungskulturen, Geschichtsschreibung und Geschichtspolitik
  • Politische Ideengeschichte, Religion und Ethik
  • Essen und Trinken als Medien religiöser Symbolsysteme
  • Religionskonflikte und Religionskontakte
  • Religion und Architektur

Aktuelle Forschungsprojekte

Publikationen

  • Geschichtsbilder, politische Identitäten und das Recht: Gebrauchsgeschichtliche Topoi im Kommentar zur geplanten Änderung der basel-landschaftlichen Verfassung im Nachgang zum «Fall Therwil», in: Zeitschrift für Religionswissenschaft (in Vorbereitung).
  • Religion. Film. Skandal., in: Eugster, Benjamin et al., Skandal, Cinema - Schweizer Filmjahrbuch, Bd. 65, Marburg: Schüren (in Vorbereitung).
  • Theologische Tribes and Territories: Die Revue Internationale de Théologie als Medium multipler Allianzbildungen, in: Internationale Kirchliche Zeitschrift (in Vorbereitung).
  • Vom ersten Archivgang zum eigenen Tagungspanel: Forschendes Lernen in der Religionswissenschaft, in: Zeitschrift für Religionskunde – Revue de didactique des sciences des religions (in Vorbereitung).
  • Architektur als Ausdruck religiöser Identität, in: Zeitschrift für junge Religionswissenschaft (in Vorbereitung).
  • Ländliche Lebenswelten: Die Surbtaler Juden und ihr Umfeld vom 17. Jahrhundert bis zu den Anfängen des Kantons Aargau, in: Picard, Jacques, Bhend, Angela, Jüdischer Kulturraum Aargau (in Vorbereitung).
  • Wolf Dreyfus: Finanzagent der Helvetischen Republik, in: Picard, Jacques, Bhend, Angela, Jüdischer Kulturraum Aargau (in Vorbereitung).
  • Der Zwetschgenkrieg, in: Picard, Jacques, Bhend, Angela, Jüdischer Kulturraum Aargau (in Vorbereitung).
  • Zwischen Vertreibung und Duldung: Jüdische Siedlungen und Niederlassungen in der frühneuzeitlichen Eidgenossenschaft, in: Schmölz-Häberlein, Michaela (ed.), Jüdisches Leben in der Region: Herrschaft, Wirtschaft und Gesellschaft im Süden des Alten Reichs, Reihe Stadt und Region, Bd. 7, Würzburg: Ergon, 2018, 31-75.
  • Wissenschaftliche Expertise zu religionspolitischen Fragen, in: facultativ, Heft 1 (2018), 3-4 (zusammen mit Philipp Hetmanczyk).
  • The Diamond Commemorations: Social memory and politics of remembrance in the struggle against the Swiss armed forces, in: Crociani, Piero, Bifolchi, Annalisa (eds.), ACTA ICMH 2013 (39th Congress of the International Commission of Military History), Roma: Litos Roma, 2013, 1127-1136.
  • From the Classics to Cultural History: Perspectives for Insurgency und Counterinsurgency Research, in: Brocades Zaalberg, Thijs, Hofenaar, Jan, Lemmers, Alan (eds.) Insurgency and Counterinsurgency: Irregular Warfare from 1800 to the Present, Den Haag: Netherlands Institute of Military History, 2011, 245-255.
  • Die Schweizer Stay-behind-Organisation P-26 als staatliche Konzeption einer präventiven Staatsstreichsorganisation?, in: Stups Journal - Akademische Zeitschrift der Studierenden der Humboldt Universität zu Berlin, Heft 1 (2010), 58-69.
  • Insurgency und Counterinsurgency aus historiographischer Perspektive: Von den Klassikern zur Kulturgeschichte, in: Newsletter der Internationalen Kommission für Militärgeschichte, Nr. 13, Potsdam, 2009, 10-20.
  • Frömmigkeit und Fronarbeit: Der Bau der St. Niklauskapelle in Oberehrendingen 1948, in: Badener Neujahrsblätter 2008, Baden: Hier und Jetzt, 2007, 105-113.

Lehrveranstaltungen