Syrien

Orient-Express: Geschichte und Gegenwart der Religionen Kleinasiens und Syriens

Wann? 30. August bis 15. September 2010

Wo? Südostanatolien und Syrien

Wer? Teilnehmende: 32 Personen der Religionswissenschaft und Theologie; Leitung: Prof. Dr. Christoph Uehlinger, Farida Stickel M.A., Prof. Dr. Silke-Petra Bergjan

Heute herrscht in Syrien Krieg! Noch im Jahr 2010 war es für uns problemlos möglich, dort umherzureisen und einen Schmelztiegel der Kulturen zu bereisen, dessen Konfliktpotenzial heute eine Studienreise nicht mehr erlauben würde. Das Ziel unserer Reise war es, eine Region im Schnittpunkt von Europa und Asien zu erkunden, in der unterschiedliche religiöse und kulturelle Traditionen seit Jahrtausenden verschmelzen. So besuchten wir Orte, welche einen Einblick in die Religionsgeschichte vom 8. Jahrtausend v. Chr. (Göbekli Tepe) bis in die Gegenwart vermitteln können und reisten von Diyarbakır (Ost-Türkei bzw. Kurdistan) bis Damaskus. Wir besuchten Ausgrabungsstätten und Museen, Kirchen und Klöster, regional und überregional bedeutsame Heiligtümer und Pilgerziele wie z. B. die Moschee Saida Zeynab südlich von Damaskus, ein eindrückliches Zeugnis schiitischer Pilgerfrömmigkeit und religionspolitischer Propaganda.

Syrien

Léa Burger: „Religionsgeschichte als vermeintlich abstrakte Überlieferung wurde für mich mit dieser Studienreise zu gelebter Geschichte: Gedanklich reisten wir bis 10'000 Jahre vor Christus zurück, doch die heutige Klosterkultur in Südanatolien zeigte mir, dass ein meines Erachtens ursprüngliches Christentum heute noch aktiv gelebt und tradiert wird.“